Der TSV Coesfeld in der Presse


April 2011

Hölle statt Höhle
Mastkaninchen in qualvoller Batteriehaltung


Es ist quälend eng, es gibt keine Möglichkeit sich zu bewegen, zurückzuziehen oder zu beschäftigen. Der Draht des Käfigs schneidet schmerzhaft in die Pfoten. So sieht das qualvolle Leben von 25 Millionen Mast- und Zuchtkaninchen aus. Geschöpfe, die zu einem einzigen Zweck geboren wurden: So schnell wie möglich auf dem Teller zu landen. Dafür gehen die Kaninchen durch die Hölle. Jedes einzelne Tier.

Diese katastrophale Haltung führt bei den Tieren zu erheblichen körperlichen Schäden und starken Verhaltensstörungen. Da die Tiere kaum in der Lage sind, sich natürlich zu bewegen, verkrümmt sich ihre Wirbelsäule schmerzhaft. Die Enge ohne Rückzugmöglichkeit führt zu Verhaltensstörungen wie Schwanzbeißen, Gitternagen und endlosem Im-Kreis-Laufen. Nach vier Monaten, wenn sie ein Gewicht von etwa drei Kilogramm haben, werden die Tiere geschlachtet. Dabei können Kaninchen bis zu neun Jahre alt werden.

Eine artgerechte Kaninchenmast und -zucht dagegen sieht anders aus. "Wir vom Tierschutz", erklärt Lieselotte Wegner, Vorsitzende des Coesfelder Tierschutzvereins, "fordern an erster Stelle das Verbot der Käfighalten, der Einzelhaltung und der Haltung von Kaninchen auf Drahtböden. Die Tiere benötigen die Unterbringung in einer kombinierten Stall-Auslauf-Haltung oder in Freilandhaltung mit einem Stall. So können sie sich ausreichend bewegen und ihr normales Verhaltensrepertoire zeigen."

Fazit der Tierschützerin: "Auch wenn Kaninchen für die landwirtschaftliche Produktion gehalten werden, haben sie wie alle Lebewesen ein Recht auf ein schmerzfreies und artgerechtes Leben!"

Weitere Informationen erteilt gerne der Tierschutzverein Coesfeld und Umgebung, Tel.: 02541-5737.




Tierschutzverein Coesfeld
und Umgebung e. V.
Deipe Stegge 5
48653 Coesfeld
Tel./Fax: 02541 5737