Die Igelstation (Weitere Informationen am Ende)
Im Herbst und Winter entscheidet sich für viele Igel, ob sie das nächste Frühjahr erleben oder nicht. Der Tierschutzverein Coesfeld bietet für Finder von Igeln nicht nur telefonisch Beratung zur richtigen Überwinterung der Tiere, sondern beherbergt vor allem selbst eine Igelstation.
Nicht jeder Igel benötigt Hilfe. Ein gesundes Tier mit einem Gewicht von über 500 g kommt in der Natur gut zurecht. Die beste Igelhilfe ist dabei ein naturnaher Garten mit Laubhaufen oder Ähnlichem mit einem reichhaltigen Nahrungsangebot, wohin die Tiere sich auch für ihren Winterschlaf zurückziehen können. Menschliches Eingreifen ist daher nur bei zu kleinen oder kranken Igeln notwendig. Hier ist die richtige Versorgung entscheidend, damit die Tiere im nächsten Frühjahr wieder in die Natur entlassen werden können und dort auch gute Überlebenschancen haben.
Neue Bewohner der Igelstation werden tierärztlich untersucht und gegen Parasiten und Wurmbefall behandelt. In der Igelstation kommen sie dann in ihr vorübergehendes Zuhause: Hier haben die Stacheltiere ein Schlafhäuschen, das mit zerknülltem Zeitungspapier oder Ähnlichem (kein Styropor, keine Holzspäne!), trockenem Laub und/oder Stroh gepolstert und isoliert wird.
Jugendliche oder erwachsene Tiere werden mit speziellem Igelfutter oder alternativ Katzen-/Hundefeuchtfutter, ungewürztem Rührei, Haferflocken, ungeschwefelten Rosinen und ein paar kleine Obststückchen gefüttert. Zu Trinken bekommen sie Wasser, auf keinen Fall Milch.
Igelbabys unter 100 g bekommen alle 2 Stunden mit einer kleinen Flasche warme Milch (Muttermilchersatz für Katzen) eingeflößt, die ersten 5 Tage mit Anti-Würmer-Pulver. Sie werden wenigstens einmal pro Woche gewogen, um zu kontrollieren, dass sie gut zunehmen.
Wenn die Tiere gesund sind und wenigstens 500 g wiegen, werden sie zunächst in den Garten übergesiedelt, wo sie schon naturnah leben können, aber immer noch unter Aufsicht sind und ggf. zugefüttert werden können. Nach dieser Übergangszeit können die Igel dann - wenn mit ihnen alles in Ordnung ist - der Natur zurückgegeben werden.
Die Igel im Winter
Mit freundlicher Genehmigung des Kosmos Verlags entnommen von Seite 88 bis 93 aus: Steinbach, Werkbuch Naturschutz © 1988, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart, Zeichnungen von Bernd Burkart und Marianne Golte-Bechtle finden Sie hier als PDF-Dateien Informationen
1. zum Bau eines Igel-Unterschlupfes aus Holz
Anleitung hier als PDF downloaden:
igel01.pdf (1,3MB)2. zum Bau eines Igel-Unterschlupfes aus Steinen
Anleitung hier als PDF downloaden:
igel02.pdf (2,1MB)3. zum Futter und Bau eines Futterhauses
Anleitung hier als PDF downloaden:
igel03.pdf (1,8MB)4. zum Bau eines anderen Futterhauses
Anleitung hier als PDF downloaden:
igel04.pdf (1,9MB)5. zum Bau eines Igel-Überwinterungskasten (2 Seiten)


